Festansprache zum 45 jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Hoheneiche am 05. August 2011

 

Sehr verehrte Gäste, meine Damen und Herren, liebe Feuerwehrkameradinnen und –kameraden!

 

Jubiläen sind Höhepunkte nicht nur in der Biographie eines einzelnen Menschen, sondern auch in der Geschichte von Vereinen.

Die Jugendfeuerwehr Hoheneiche begeht in diesem Jahr ihr 45-jähriges Jubiläum. Sie wurde genau gesagt am 3. März 1966 gegründet.

 

Lassen Sie uns nun anläßlich des 45. Gründungsjahres ein wenig innehalten, auf das zurück zu blicken, was war und den Blick auch ein wenig vorwärts zu richten auf das was uns gegenwärtig erwartet.

 

Die Entwicklung der Jugendfeuerwehr läßt sich nicht losgelöst von der Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Hoheneiche betrachten. Diese stellt eine Einrichtung der Bürger für den Bürger dar, die auf dem alten genossenschaftlichem Prinzip „Einer für all, alle für einen“ basiert.

 

Wir alle kennen die licht- und wärmespendende Kraft des Feuers für den Menschen, wir wissen aber auch, welche katastrophalenWirkungen das Feuer bei Brand und Feuersbrunst haben kann.

Die Bemühungen um Brandbekämpfung und Schutz vor dem Feuer liegen also im ureigensten Interesse der Bürger eines Gemeinwesens.

Daher ist die Notwendigkeit einer Feuerwehr den Zeitgenossen unschwer klar zumachen, und so genießt unsere Feuerwehr unter den bestehenden Vereinen eine verhältnismäßig hohe Akzeptanz, geht es in Ihrem Aufgabenbereich doch darum, Hab und Gut der Bürger zu schützen.

 

Als also damals, Anfang März 66, die Jugendfeuerwehr wie es offiziell hieß:

Zur Förderung des Nachwuchses in Hoheneiche“  gegründet wurde, war bestimmt die Wahrung des Feuerlöschwesens und die Sicherung der Einsatzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr durch eine gute Nachwuchsarbeit auch ein Grund der Überlegungen der Verantwortlichen.

Bald fanden sich 11 Jugendliche zusammen die von Brandmeister Wilhelm Großkurth und dem 1 Jugendwart Wilmar Brandau betreut wurden.

 

 

Man würde aber sicherlich zu kurz greifen, wenn man die Jugendfeuerwehr  lediglich als Nachwuchsreservoir für die freiwillige Feuerwehr ansähe. Sie stellt darüber hinaus ein bedeutsames soziales Lernfeld für die Jungen und Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren innerhalb unserer dörflichen Gemeinschaft dar.

 

Meine Damen und Herren, hier und jetzt gedenken wir in Freude und Dankbarkeit dieses richtungsweisenden Ereignisses in der Hoheneicher Feuerwehrgeschichte vor 40 Jahren, das zum Anlaß für unsere heutige Jubiläumsveranstaltung geworden ist.

 

Noch im Gründungsjahr 1966 nahm die Jugendfeuerwehr Hoheneiche an den Wettkämpfen auf Kreisebene in Eschwege teil und belegte vor der Jugendfeuerwehr Wanfried den 1. Platz!  Eine hervorragende Leistung, die auch nicht dadurch geschmälert werden soll wenn ich hier verrate, daß nur diese beiden Mannschaften am Start waren.

Schon ein Jahr später konnten die ersten Leistungsspangen erworben werden.

 

Diese höchste in der Jugendfeuerwehr zu vergebende Auszeichnung für sportliche und feuerwehrtechnische Leistungen wird heute ergänzt durch die Jugendflamme, die in 3 Stufen auch von den jüngeren Jugendfeuerwehrmitgliedern bereits ab 10 Jahren erworben werden kann.

 

Insgesamt wurde den Mitgliedern der Hoheneicher Jugendfeuerwehr bis heute 64 mal die Leistungsspange und 23 mal die Jugendflamme Teil 1 und 7 mal die Jugendflamme Teil 2 verliehen.

 

Und auch an anderen Aktivitäten auf Kreis- und Gemeindeebene nahm und nimmt die Jugendfeuerwehr Hoheneiche regen Anteil. Zu nennen sind hier: Bundeswettkämpfe, Waldläufe, feuerwehrtechnische Lehrgänge, Lehrgänge zur Freizeitgestaltung und Umweltschutzarbeiten.

Aber auch Veranstaltungen innerhalb der Ortschaft sind hier zu nennen, allen voran die jährliche Ausrichtung des Osterfeuers.

 

Um aber diese anspruchsvollen Tätigkeiten einer aktionsreichen Jugendarbeit umsetzen zu können, bedarf es gut ausgebildeter und engagierter sowie verantwortungsbewußter Jugendwarte.

In einer Zeit, in der die meisten Menschen sich in Ihrer Freizeit in private Nischen zurückziehen oder bestenfalls dazu bereit sind, ihr persönliches Hobby organisiert zu betreiben, verdient der Einsatz der ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätigen Feuerwehrführer unsere besondere Anerkennung und unseren Dank.

An dieser Stelle sei es mir gestattet, allen für die Ausbildung in der Jugendfeuerwehr Verantwortlichen herzlich zu danken. Es waren bzw. sind dies die Jugendwarte und deren Stellvertreter: Wilmar Brandau, Willi Möller, Kurt Glados, Otto Reimuth, Walter Koch, Dieter Krämer, Gustav Großkurth, Karl-Martin Reiß, Hans-Jürgen Vetter, Gerd Buchholzer, Kai Herwig, Michael Großkurth, Mario LudwigMario Rabe und Nico Kohl.

unter der Leitung der Vorsitzenden und Wehrführer Heinrich Wilhelm, Wilhelm Großkurth, Wolfgang Kümmel, Werner Jäger, Bernhard Fernau, Ernst Krauße, Jürgen Bloß und Wilhelm Herwig

 

All die Genannten haben sich um die Jugendfeuerwehr und damit um die Jugend unseres Ortes verdient gemacht,  An dieser Stelle sei vermerkt, daß allein im Jahre 2011 von den Verantwortlichen über 150 Stunden für die Jugendarbeit aufgewendet wurden. Diese Jugendarbeit stellt meines Erachtens eine positive Investition in die Zukunft unseres Ortes dar. Und alle kommunalen Gremien sind gut beraten, wenn sie diese Arbeite finanziell und ideell nach Kräften unterstützen!!  

 

Die Jugendfeuerwehr Hoheneiche – dort drüben hat sie Platz genommen – zählt zur Zeit 15 Mitglieder, 6 Mädchen und 10Jungen.

Weiterhin besteht seid dem Jahr 2005 eine Bambini-Gruppe, in der bereits die Jüngsten ab 6 Jahren die Möglichkeit haben auf spielerische Weise in die Feuerwehr hinein zu schnuppern.

Insgesamt wurden während des 45- jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Hoheneiche 96 Jugendfeuerwehrleute ausgebildet von denen etliche heute Ihren aktiven Dienst  in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr versehen.,

Diese erfolgreiche Jugendarbeit ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß die Fffw Hoheneiche ihrer Jugendgruppe jede nur mögliche Unterstützung gewährt, da man hier seit langem erkannt hat, wie wichtig eine solide Jugendarbeit für das dörfliche Gemeinwesen ist.

 

Wenn ich jetzt den § 1 der Jugendordnung der hessischen Jugendfeuerwehr zitiere heißt es da: „Die Jugendfeuerwehr will die Jugend zu tätiger Nächstenliebe erziehen, sie will zum gegenseitigen Verständnis der Völker beitragen, sie fordert von jedem Mitglied die Anerkennung der Menschenrechte, die Wahrung der demokratischen Ordnung und die Bereitschaft an der Demokratisierung aller Gesellschaftsbereiche mitzuwirken!    

 

Nach diesem typischem „Amtsdeutsch“ will ich  noch einen anderen Spruch zitieren. Gesagt hat ihn der legendäre US-amerikanische Fire Fighter RED ADAIR:

Ich stand allein gegen die Naturgewalten. Allein gegen das Unbekannte. Und ich habe zu mir gesagt: Ich werde es schaffen, was es auch ist, ich kriege es klein. Ich werde gewinnen. Aber es ist ein einsamer Marsch, Junge, das kannst Du mir glauben!“

 

Nun, einsam war vielleicht Red Adair. Aber wir hier in der Jugendfeuerwehr, Ihr seid nicht einsam. Ihr habe die Gemeinschaft der Jugendwehren, Ihr habt die Freundschaften, die Euch zusammenbringen und zusammenhalten. Ihr sollt etwas lernen und dabei Spaß haben.

 

In der Feuerwehr bei uns ist niemand einsam oder allein. Im Gegenteil, nur wenn alle zusammen anpacken, dann können Brände gelöscht, Verletzte geborgen oder Unfallstellen abgesichert werden.

Feuerwehr, das ist nicht der einsame Kämpfer, Feuerwehr heißt vielmehr Hand in Hand arbeiten und sich auf die Kameraden verlassen können.

 

Und in diesem Sinne schließe wir, wünsche uns allen für die Jubiläumsveranstaltung noch weiterhin gutes Gelingen und viel Freude

und grüße Euch alle mit dem Wahlspruch der Freiwilligen Feuerwehren“: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.



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