Geschichte
Freiwillige Feuerwehr Hoheneiche e.V.
Ein kleiner Überblick über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hoheneiche.
Wie man in den Gemeindeunterlagen nachlesen kann, wurde die Feuerwehr Hoheneiche im Jahr 1862 aufgelöst, da sich zwei Familien und der Bürgermeister über die Rangordnung des Ortsbrandmeisters nicht
einig werden konnten. Anschließend wurde die Gründung einer Pflichtfeuerwehr ausgerufen, welche aus Mitgliedern des Gemeinderates und des Gemeindeausschusses bestand. Laut geschichtlicher
Überlieferung bestand diese Pflichtfeuerwehr im Jahre 1885 aus 14 Mitgliedern. 1890 wurden die Aufgaben der Schlauchwächter den Nachtwächtern zugeteilt. Auf Drängen des damaligen Landrates wurde am
10. Mai 1899 eine neue Feuerspritze (großes Fabrikat) bestellt.
Aus den Geschichtsbüchern ist ein ziemlich harter Vorfall vom 3.3.1900 vermerkt. Es ist dort geschrieben, daß Ortsbrandmeister Rudolph eine jährliche Entschädigung von 9 Reichsmark von der Gemeinde
gefordert hat. Diese Forderung wurde jedoch abgewiesen, er sofort abgesetzt und ein neuer Ortsbrandmeister gewählt. Am 9. Mai 1900 ist die neue Feuerspritze eingetroffen. Es wurde damals auch
beschlossen, die alte öffentlich zu verkaufen. Ein Geschichtsblatt aus dem Jahre 1923 gibt uns kund, daß der damalige Ortsbrandmeister eine Entschädigung von 1000 Reichsmark erhalten hat. Der dritte
Ostertag 1925 gilt als der historische Tag in der Freiwilligen Feuerwehr Hoheneiche. In der Gastwirtschaft Becker wird zu diesem Zeitpunkt die Freiwillige Feuerwehr Hoheneiche gegründet. Als Namen
der Gründer sind in den Geschichtsbüchern folgende vermerkt:
Johannes Hektor, Fritz Koch, Peter Koch, Georg Philippent, August Engel, Karl Preiß, Wilhelm Hasert, Karl Fernau, Heinrich Krug, Heinrich Bauer, Hans Engel, Bernhard Koch, Jakob Philippent, Jakob
Bartholmai, Heinrich Großkurth, Fritz Spenner, Ernst Hektor, Christian Bloß, Adam Reubert, Christian Philippent, Reinhard Völler, Philipp Krug, Christian Völler, Heinrich Engel.
Als Ortsbrandmeister wurde gewählt: Johannes Hektor
Zum Zugführer wurde gewählt: Christoph Philippent
stellv. Zugführer: Christian Bloß und Jakob Vormschlag
Steigerzugführer: Karl Axt
Festgelegt wurde hierbei auch, daß beide Müller (Ober- und Untermühle) vom Dienst befreit waren, aber als Meldereiter eingesetzt werden.
Im Jahre 1939 beläuft sich die Stärke der Freiwilligen Feuerwehr Hoheneiche auf 75 Feuerwehrmänner. Zum gleichen Zeitpunkt wurde die erste moderne Motorspritze (eine Magirus TS 8 mit Magnetzündung)
in Dienst gestellt. Durch starken Feindbeschuß brechen die ersten großen Brände im Jahre 1945 in Hoheneiche aus, und zwar Scheune und Stellungen von August Fernau, Hans Engel, Rudolf Diegel, Thiel
und Rittergut von Baumbach. Nur dem ehrgeizigen Einsatz der damaligen Helfer und Helferinnen der Freiwilligen Feuerwehr Hoheneiche ist es zu verdanken, daß die oben genannten historischen Gebäude der
Nachwelt erhalten bleiben konnten.
In Berichten des Jahres 1947 ist festgehalten, daß am 5. Oktober 1947 ein neuer Vorstand in der Gastwirtschaft Becker für die Freiwillige Feuerwehr Hoheneiche gewählt worden ist. Er setzt sich wie
folgt zusammen:
Ortsbrandmeister: Wilhelm Reimuth
Schriftführer: Jakob Vormschlag
Kassierer: Eduard Hesse
Gerätewart: Martin Reimuth
Laut Bericht beträgt die Stärke der Einsatzwehr 67 Mann.
Im Jahre 1949 vernichtete ein Großbrand die Firma Raiffeisen.
Das erste große Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Hoheneiche, und zwar das 25., fand am 11. Juni 1950 statt.
Am 29. März 1954 findet man im Protokollbuch, daß Bürgermeister Bloß der Freiwilligen Feuerwehr Hoheneiche mitteilt, daß sich die Gemeindevertretung mit dem Gedanken trägt, das vorgesehene Gerätehaus
noch im anstehenden Jahr zu bauen. Einen fast flehenden Satz können wir in diesem Protokoll lesen, der folgendermaßen lautet:
"Gott segne den Gedanken und gebe Ihnen - den Gemeindevertretern - die Kraft, den Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen."
Dies alles niedergeschrieben hat der Schriftführer Bernhard Eifler.
Am 13. Juni 1955 steht wiederum in einem Protokoll geschrieben vom Schriftführer Eifler:
“Siehe da, der Gedanke wurde war, es wurde mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses begonnen.”
Am 2. Juli 1955 war Richtfest für das Feuerwehrgerätehaus. Ein wahrhaft denkwürdiger Tag für die Freiwillige Feuerwehr Hobeneiche war der 23. Oktober 1955, der den Gedanken des Schriftführers vom
damaligen Protokoll wahr werden läßt. Es ist die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses Hoheneiche. Das damals mit modernste Löschgruppenfahrzeug (LF 8/8) wird an die Freiwillige Feuerwehr
Hoheneiche zur Brandbekämpfung übergeben. Großer Dank geht auch laut Protokoll an den damaligen Bürgermeister Grützner.
Im Jahre 1965 wird nach vielen Pleiten mit der alten Feuerwehrspritze eine neue TS 8 in Dienst gestellt. Das Jahr 1966 bringt wieder einen denkwürdigen Tag für unsere Feuerwehr. Wilhelm Großkurth
gründet die Jugendfeuerwehr, und wie kann es anders sein, wiederum in der Gastwirtschaft Becker.
Nach diesem einigermaßen genauen Rückblick über die Jahre der Freiwilligen Feuerwehr Hoheneiche möchten wir Ihnen noch eine kurze Bilanz über Einsätze und Wettkämpfe bzw. Ausbildung der Wehr
mitteilen:
Die Wehr mußte in der oben genannten Zeit zu mehreren Zeitbränden, Zimmerbränden und zu Hochwassereinsätzen gerufen werden. Im Jahre 1975 hatte die Wehr ihren bisher härtesten und längsten Einsatz in
der Brandbekämpfung.
Im Jahre 1981 mußte die Wehr ihren längsten und härtesten Einsatz leisten, um Schaden an Hab und Gut des einzelnen Bürgers in Hoheneiche bei einer Jahrhunderthochwasserkatastrophe abzuwenden.
"GOTT ZUR EHR DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR"
Quelle: Festschrift von Hoheneiche
Autor: Ernst Krauße
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